Down under

Während ich diese Zeilen verfasse, sitze ich gerade am Miniflughafen auf Rarotonga in der Südsee und warte auf meinen Verbindungsflug nach Aitutaki, einer weiteren Insel der Cook Islands. Die Anreise bzw. Ankunft auf Rarotonga war etwas nervenaufreibend, aber dazu später mehr.

Zunächst möchte ich noch ein Feedback zu der Woche in Malaysia geben. Meine Erwartungen an die Zeit auf Langkawi und Kuala Lumpur waren ja im Vorfeld eher bescheiden. Kuala Lumpur kannte ich schon und über Langkawi las ich einige Kommentare, die nicht überschwänglich klangen. Außerdem war ich skeptisch bezüglich des Wetters, da im Oktober dort noch Regenzeit herrscht. Umso positiver wurde ich dann aber überrascht. Die Insel Langkawi gefiel mir außerordentlich. Es gibt noch sehr viel natürlichen Urwald, tolle Wasserfälle und einige Tiere zu beobachten, wie verschiedene Affenarten, Seeadler, Fischotter und andere. Das Wetter war auch zum überwiegenden Teil gut, effektiv regnete es nur an einem von sechs Tagen für ca. 2 Stunden. Sehr erholsam im Vergleich zu Indonesien fand ich außerdem den Verkehr und die allgemeine Sauberkeit. Kaum Zweiräder auf der Straße, saubere Strände und Flüsse, selbst am Straßenrand lagen nur vereinzelt Plastikverpackungen. Auf Bali ist hingegen in manchen Bachläufen mehr Plastikmüll als Wasser zu finden… Ich genoss die Zeit in vollen Zügen und würde jederzeit wieder einen Urlaub auf Langkawi verbringen.

In Kuala Lumpur blieb ich im Anschluss noch eine weitere Nacht, bevor ich nach Sydney flog. Im Fokus stand für mich, in einem tollen Hotel unterzukommen, (welche dort übrigens sehr erschwinglich sind) um Seelen- und Körperpflege vor den anstehenden Reisestrapazen zu betreiben. Ich stieg im „The Majestic Hotel“ ab, einem luxuriösen und geschichtsträchtigen Hotel im Kolonialstil. Eine tolle Erfahrung! Die Badewanne nutzte ich gleich zweimal ausgiebig. 😄

Der Flug nach Sydney mit Airasia war dann eher das Gegenteil. Für acht Stunden eingepfercht in der Holzklasse, ohne Bordverpflegung oder Entertainment. Billigairline eben.

Sydney selbst wiederum überraschte mich mindestens genauso sehr wie Langkawi zuvor. Ich rechnete mit einer typischen Metropole, wie ich schon viele andere gesehen habe. Was mir nicht bewusst war, ist, dass Sydney über die städtischen Highlights (Oper, Wolkenkratzer, etc.) hinaus auch eine wunderschöne und artenreiche Natur zu bieten hat. Insbesondere die Pflanzen- und Vogelwelt beeindruckten mich. Frei umherfliegende Kakadus, bunte Papageien sowie diverse Seevögel, außerdem Beuteltiere, Leguane und mehr. Ich bin von Sydney so begeistert, dass ich am liebsten einige Tage länger geblieben wäre.

Dann flog ich am nächsten Tag nach Rarotonga in die Südsee weiter. Es fing ärgerlich an, da mir mein zuvor reservierter und bezahlter Sitzplatz (30 Dollar Aufpreis) mit mehr Beinfreiheit plötzlich nicht mehr zugeteilt war. Air New Zealand zeichnete sich übrigens auch ohne dieses Ärgernis nicht als serviceorientierte Airline aus. Alles kostet extra (Sitzplatz, Gepäck, Verpflegung, Entertainment), obwohl der Ticketpreis schon sehr ambitioniert hoch ausfiel. Es gibt außer dem weit höheren Preis keinen Unterschied mehr zu einer Billigfluggesellschaft.

Frisch angekommen auf Rarotonga brauchte ich zuallererst Bargeld, da man ohne in vielen Geschäften aufgeschmissen ist. Landeswährung ist übrigens der Neuseeland-Dollar. Dumm nur, dass der einzige Geldautomat am Flughafen kaputt war. Also lief ich mitsamt meinem Gepäck zum nächsten, 10 Minuten entfernt. Auch dieser war „out of service“. „Was nun?“, dachte ich. „Ok, Wechselstuben gibt es an jedem Flughafen. Dann wird eben ein Teil meiner Notfall-Euro-Reserven umgetauscht.“ Weit gefehlt! Nicht so auf Rarotonga. „Hmm, dann zahle ich eben mit Karte für mein Wasser.“ Aber auch das ist am Flughafen hier nicht möglich.

Ich wirkte wohl ziemlich verzweifelt in der Situation, sodass mich Einheimische ansprachen. Ich schilderte Ihnen meine Lage und eine der mit Blumen geschmückten Einheimischen bot mir spontan an, mich in den nächsten Ort mitzunehmen, wo es einen weiteren Geldautomaten geben sollte. Gesagt, getan.

Auch der nächste Automat stellte sich als defekt heraus, der vierte ging dann aber und ich hatte endlich Bargeld! Den Weg zurück zum Flughafen legte ich dann wieder zu Fuß zurück, immerhin 2 km mit schwerem Rucksack und einer weiteren Einkaufstasche in der Hand. Gott sei Dank konnte ich meinen großen Reisetrolley zuvor schon für den Weiterflug aufgeben.

Internetzugang ist hier übrigens ein Luxusprodukt. Eine SIM-Karte mit lediglich 3 GB Datenvolumen kostet schlappe 50 Dollar… Ich muss aber erst noch einen Store finden, wo man diese erwerben kann.

In meinem nächsten Beitrag berichte ich dann über meine Zeit auf den beiden Südseeinseln. Bis dann!

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1 Kommentar

  1. Lieber Thorsten
    Wie spannend für uns daheim zu lesen was du so alles mit uns teilst und wir so auch etwas von deiner Weltreise „ sehen“.
    Danke wir freuen uns immer wenn wieder ein Reisebericht kommt
    Weiterhin viele spannende Erlebnisse und viele Grüße aus der Heimat Moni und Thomas
    Ach ja, ein Tippfehler, du hast es sicher bemerkt : thomas.buttendorf@buttendorf.org

    Liken

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