Halbzeit in Neuseeland

Es ist einige Wochen her seit meinem letzten Blogbeitrag. In der Zwischenzeit hat sich viel ereignet, zum großen Teil Positives. Mittlerweile bin ich einmal quer über die komplette Nordinsel Neuseelands gefahren, konnte vieles ansehen, bestaunen, genießen und vor allem erwandern. Noch nie zuvor war ich so oft am Stück wandern, doch ich bereue keinen einzigen Schritt.

Meine Erwartungen an Neuseeland waren zuvor sehr hochgesteckt. Immer wieder wurden meine Hoffnungen von anderen angestachelt, die selbst schon in Neuseeland waren und nur davon schwärmten. Ich befürchtete, dass ich enttäuscht werden könnte, da ich Großartiges erwartete. Doch schon nach den ersten Tagen musste ich uneingeschränkt einräumen, dass alle Berichte zutreffen. Das Land hat mich gepackt und manche Vorstellungen wurden sogar noch übertroffen. Ich bin überwältigt von der Natur und den Landschaften hier. Wenn man Wälder, grüne Wiesen, Flüsse, Seen, Wasserfälle, naturbelassene Strände usw. mag und sich noch dazu gern draußen aufhält, kann man von Neuseeland nur begeistert sein. Es ist schwer, in Worte zu fassen, was genau diesen Reiz auslöst. Man muss es selbst erlebt haben.

Mit dem Wetter hatte ich die ersten Wochen richtig Glück. Die ersten 14 Tage war meistens blauer Himmel, es blieb trocken und die Temperaturen waren sehr angenehm. Leider änderte sich das grundlegend, als ich mich auf die größte und herausforderndste Wanderung begeben wollte, das Tongariro Alpine Crossing. Als ich in den Nationalpark fuhr, war es sehr stürmisch und kalt, sodass auf den Gipfeln Schnee fiel, Minusgrade herrschten und alle Shuttles zum Einstiegspunkt des Crossings tagelang ersatzlos gestrichen wurden. Leider konnte ich aufgrund dessen die Wanderung nicht durchführen. Auch in den Tagen danach durchkreuzte das schlechte Wetter meine Pläne. Als ich nach dem Tongariro Nationpark für zwei Tage am Mount Taranaki war, gab es ein richtiges Unwetter mit Starkregen, Orkanböen und Überschwemmungen. Ich konnte in der Zeit das Haus nicht verlassen. Den Berg konnte ich deswegen leider nicht sehen.

Ansonsten hat aber fast alles hervorragend geklappt. Das Auto ist in Ordnung und die Unterkünfte sind zum Teil richtige Perlen, in denen ich manchmal nur schweren Herzens schon nach 2 Nächten wieder auschecke.

Essenstechnisch bin ich nicht gerade zum Fan neuseeländischer Küche geworden. Man merkt den deutlichen Bezug zur englischen Küche, welche im internationalen Vergleich ja auch nicht gerade positiv heraussticht. Schade um den schönen Fisch, den es hier zwar reichlich gibt, der aber ausnahmslos in dicke Panade gehüllt und fritiert wird und anschließend von Fett triefend mit einem Berg Pommes und einem großen Klecks Majonnaise serviert wird. Es ist fast unmöglich, Fisch in einer anderen Zubereitungsweise zu finden, allenfalls in einem asiatischen Restaurant, dann aber zumeist nicht frisch.

Morgen jedenfalls ist die erste Hälfte meiner Neuseelandreise vorbei und ich fahre mit der Fähre nach Picton auf der Südinsel. Bisher sagten mir alle, die Südinsel sei noch attraktiver als die Nordinsel. Für mich kaum vorstellbar, aber ich bin sehr gespannt auf meine Zeit dort.

Was den Blog angeht:

Dadurch, dass mein Tagesprogramm immer sehr voll ist, fehlt mir im Moment die Zeit sowie die Lust, regelmäßiger und umfangreicher hier zu berichten. Viele empfangen ja mittlerweile auch meine täglichen Bilder über Whatsapp (Status), sodass ich mir die Mühe spare, sie extra zu komprimieren und hier in den Blog einzupflegen. Vielleicht habe ich irgendwann wieder mehr Muße, die Zeit wird es zeigen.

Bis zum nächsten Mal!

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5 Kommentare

  1. Hallo freut uns,dass es dir so gut gefällt. Von den vielen Bildern müssen die Naturerlebnisse einmalig sein sieht alles toll aus. Noch viel Spaß
    auch auf der Südseite alles Gute und pass gut auf dich auf liebe Grüße von uns beiden.

    Gefällt 1 Person

    1. Wirklich schöne und spannende, unvergessliche Erlebnisse, die dir gezeigt haben wie schon die Welt ist und wie viel Glück wir auch brauchen um alles gut zu meistern.
      Wir wünschen dir eine erholsame Zeit, frohe Weihnachten am weißen Strand und alles Gute für 2020
      Moni und Thomas

      Gefällt 1 Person

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